DER ATEM - TRANSPARENZ & EINORDNUNG
Wissenschaftliche Grundlagen & Quellen
Verdunstungskühlung durch fein zerstäubtes Wasser ist Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und realer Pilotprojekte. Die konkrete Wirkung variiert je nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind, Sonneneinstrahlung, Verschattung, Düsenanordnung und Betriebsweise.
Die nachfolgenden Quellen ordnen die auf der Seite DER ATEM genannten Messwerte transparent ein. Sie stellen keine Leistungsgarantie für eine konkrete ATEM-Installation dar.
01 UNABHÄNGIGER PILOTVERSUCH
Nebelwolke am Zürcher Turbinenplatz
Die Stadt Zürich testete in den Sommern 2022 und 2023 eine künstlich erzeugte Nebelwolke auf dem stark versiegelten Turbinenplatz. Das Projekt wurde von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.
Nach Angaben der Stadt Zürich kühlte sich die Luft in der Umgebung der Nebelwolke messbar um 2,5 °C ab.
Der stärkste Effekt wurde bei einer bodennahen Nebellinie in Kombination mit dem Schatten vorhandener Bäume festgestellt. Dort wurde eine Verringerung der physiologisch äquivalenten Temperatur – PET – von mehr als 10 °C ermittelt.
Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass Wassernebel besonders als ergänzende Maßnahme zusammen mit Verschattung, Vegetation und einer standortgerechten Planung sinnvoll eingesetzt werden kann.
-2,5 °C
gemessene lokale Luftabkühlung
>10 °C PET
bei bodennahem Nebel in Kombination mit Baumschatten
Einordnung für DER ATEM:
Diese Messwerte stammen nicht von einer ATEM-Installation. Sie dienen ausschließlich als unabhängige Referenz für die mögliche lokale Wirkung fein zerstäubten Wassers. Eine konkrete Wirkung wird stets standortbezogen geplant und nicht pauschal zugesichert.
02 - SYSTEMATISCHE WISSENSCHAFTLICHE ÜBERSICHT
Wassernebel zur Kühlung im Außenraum
Eine 2019 im Fachjournal Applied Energy veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit wertete 28 Studien aus 20 Jahren Forschung in zwölf Ländern und sieben Klimazonen aus.
Die Auswertung ordnet fein zerstäubtes Wasser als vielseitige Maßnahme zur lokalen Minderung von Überhitzung ein. Zugleich zeigt sie, dass die tatsächlich erreichbare Wirkung stark von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind, Tropfengröße, Düsenhöhe, Wassermenge und räumlicher Anordnung abhängt.
Für DER ATEM bedeutet das: Nicht ein einzelner Messwert entscheidet, sondern die standortbezogene Abstimmung von Gestaltung, Technik und Betriebsweise.
28 STUDIEN
aus 20 Jahren Forschung
12 LÄNDER
untersuchte Anwendungen
7 KLIMAZONEN
verglichene Bedingungen
Einordnung für DER ATEM:
Die Übersichtsarbeit untersucht unterschiedliche Wassernebelsysteme, Klimabedingungen und Standorte. Die veröffentlichten Ergebnisse lassen sich deshalb nicht unverändert auf eine konkrete ATEM-Installation übertragen. Die erzielbare Wirkung wird für jeden Standort individuell geplant und nicht pauschal zugesichert.
03 · FELDSTUDIE ANCONA & ROM
Wassernebel unter realen Bedingungen
Eine 2019 im Fachjournal Building and Environment veröffentlichte Feldstudie untersuchte ein maßgeschneidertes Netz aus 24 Hochdruck-Nebeldüsen in zwei italienischen Stadträumen: auf einer Universitätsterrasse in Ancona und in einem Park in Rom.
Messdaten und Befragungen zeigten, dass die Wirkung deutlich von Standort, Wind, Sonneneinstrahlung und Vegetation abhängt. In Ancona wurden im Versuch lokale Lufttemperaturminderungen von bis zu 8,2 °C gemessen; in Rom annähernd 6 °C.
Für DER ATEM zeigt die Studie vor allem, wie wichtig die standortbezogene Auslegung von Düsenhöhe, Windführung und Betriebssteuerung ist. Drei Kennzahlen:
24 DÜSEN
maßgeschneidertes Versuchssystem
BIS ZU 8,2 °C
lokale Luftabkühlung im Versuch
2 STANDORTE
Ancona und Rom
Einordnung für DER ATEM:
Die Werte wurden mit einer eigenständigen Versuchsanlage unter spezifischen Klima- und Standortbedingungen ermittelt. Sie sind keine garantierten Leistungswerte einer ATEM-Installation.

04 · FELDSTUDIE XI’AN
Mehr thermischer Komfort durch feinen Wassernebel
Eine 2024 veröffentlichte Feldstudie untersuchte ein Wassernebelsystem in einer halb offenen Cafeteria in Xi’an. Unter realen Sommerbedingungen sank die Lufttemperatur um 2,4 bis 4,9 °C. Gleichzeitig bewerteten die anwesenden Personen das thermische Umfeld deutlich angenehmer.
2,4–4,9 °C
niedrigere Lufttemperatur
17,1–17,8
Prozentpunkte höhere Luftfeuchtigkeit
ÜBER 90 %
thermische Akzeptanz
Einordnung für DER ATEM:
Die Feldstudie bestätigt das Potenzial fein zerstäubter Wassernebelsysteme zur Verbesserung des thermischen Komforts. Die genannten Werte stammen jedoch aus einem unabhängigen Versuchssystem und sind keine garantierten Leistungswerte DER ATEM. Die tatsächliche Wirkung hängt immer vom Standort und den jeweiligen Wetterbedingungen ab.
05 · STANDORTFAKTOREN
Warum die Wirkung an jedem Ort anders ausfällt
Die ausgewerteten Studien zeigen ein klares Muster: Wassernebel kann die Lufttemperatur und den thermischen Komfort lokal verbessern. Die Höhe des Effekts lässt sich jedoch nicht pauschal übertragen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Klima, räumlicher Situation und technischer Auslegung.
01
TEMPERATUR
Je höher die Ausgangstemperatur, desto größer kann das Verdunstungspotenzial sein.
02
LUFTFEUCHTIGKEIT
Trockene Luft kann mehr Wasser aufnehmen als bereits feuchte Luft.
03
WIND
Er verteilt den Nebel, kann ihn aber auch aus der gewünschten Zone tragen.
04
SONNE & SCHATTEN
Strahlungswärme beeinflusst das tatsächliche Wärmeempfinden.
05
DÜSENHÖHE & ANORDNUNG
Tropfengröße, Abstand und Richtung bestimmen die lokale Wirkung.
06
BETRIEBSSTEUERUNG
Sensoren sorgen für einen bedarfsgerechten Betrieb.
KONSEQUENZ FÜR DER ATEM:
Jede DER ATEM wird für ihren Standort geplant. Deshalb kommunizieren wir keine pauschale Kühlleistung. Zielbereich, Betriebsbedingungen, Düsenbild und Sensorik werden projektbezogen definiert.
06 · HYGIENE, WASSERQUALITÄT & WARTUNG
Sauber geplant. Sicher betrieben.
DER ATEM arbeitet ohne offenes Wasserbecken. Speisewasser in Trinkwasserqualität wird über Filter- und Drucktechnik zu den Feinnebeldüsen geführt. Weil das Wasser sehr fein zerstäubt wird, gehören Leitungsführung, Betriebssteuerung und Wartung von Anfang an zum technischen Konzept.
Welche zusätzlichen Aufbereitungsschritte und Wartungsintervalle erforderlich sind, hängt von Wasserqualität, Leitungsweg, Standort, Betriebsdauer und Nutzung ab. Deshalb wird jedes System projektspezifisch ausgelegt. Bei öffentlich zugänglichen Anlagen werden die vor Ort geltenden Hygiene-, Betreiber- und Behördenanforderungen gesondert geprüft.
ENTSCHEIDEND FÜR DER ATEM
Hygiene ist kein Zubehör. ES beginnt in der Planung.
Eine stagnationsarme Leitungsführung, definierte Spül- und Wartungszyklen sowie die regelmäßige Kontrolle von Filtern, Düsen und Leitungen gehören zum Betriebskonzept.
Bei BlueGreen-Projekten bleiben Nebelwasser und Regenwasser konsequent getrennt: Regenwasser wird für Retention, Versickerung oder Bepflanzung genutzt – und nicht ungeprüft zerstäubt.
Fachliche Orientierung
Die auf dieser Seite zusammengefassten Erkenntnisse basieren auf veröffentlichten wissenschaftlichen Studien und anerkannten Fachquellen. Sie dienen der fachlichen Einordnung möglicher Wirkungen von fein zerstäubtem Wasser auf Mikroklima, thermisches Empfinden und Aufenthaltsqualität.
Die tatsächlich erreichbare Wirkung ist abhängig von Standort, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind, Anlagentechnik und Betriebsweise. Jeder DER ATEM wird deshalb von wasser.design individuell für ihren Standort geplant und technisch dimensioniert.
Die Informationen stellen weder ein medizinisches Heilversprechen noch eine Garantie bestimmter klimatischer oder gesundheitlicher Wirkungen dar.




