01 · DIE IDEE
Ein Ort, an dem Menschen gerne bleiben.
Eine Mittagspause im Schatten, ein Gespräch auf dem Gemeindeplatz oder eine kurze Besprechung im Freien: DIE LICHTUNG wird als nutzbare Skulptur entworfen. Form, Wasser, Licht und Aufenthalt entstehen aus einer gemeinsamen Planung.
Die technische Grundlage kann bewährte, austauschbare Komponenten nutzen. Die sichtbare Gestalt bleibt ein Original für den jeweiligen Standort.
SCHATTEN
Die Grundfunktion
Ausgerichtete Flügel sollen Sitzplätze und Wege zur relevanten Tageszeit beschatten. Sonnenverlauf und Winterbesonnung werden gemeinsam betrachtet.
FRISCHE
Gezielte Wasserimpulse
Feiner Nebel kann bei geeigneter Witterung durch Verdunstung den lokalen thermischen Komfort unterstützen. Wind, Feuchte und Nutzung bestimmen die Freigabe.
BEGEGNUNG
Eine konkrete Nutzung
Sitzbank, Tisch und hindernisfreier Zugang machen die Skulptur zum Aufenthaltsraum. Materialien werden für angenehmen Sitzkontakt und dauerhaften Unterhalt ausgewählt.
Die lokale Wirkung wird projektbezogen geprüft. Eine pauschale Temperaturabsenkung, Energieautarkie oder Klimaneutralität wird mit dieser Konzeptstudie nicht zugesagt
02 · Schweizer Freiräume
Aus dem Standort entsteht die Aufgabe.
Der Kanton Zürich beschreibt Beschattung, Vegetation und Wasser als Bausteine klimaangepasster Aussenräume. Für öffentliche Plätze und Unternehmensareale sollen Nutzung, Erreichbarkeit und Unterhalt frühzeitig abgestimmt werden.
Fachliche Grundlagen:
DIE LICHTUNG wird mit bestehendem Grün, Gebäuden und der lokalen Durchlüftung kombiniert. Auch Flächen über Untergeschossen kommen nach Prüfung von Lasten, Abdichtung und Anschlüssen für ein individuelles Konzept infrage.
Unternehmen / Pharma
Gewünschte Nutzung:
Pausen, Austausch, Besprechungen
Planungsschwerpunkt:
Trockene Tischflächen, kurze Wege,
klarer Betreiber
Gemeinden / Quartiere
Gewünschte Nutzung:
Begegnung und Verweilen
Planungsschwerpunkt:
Öffentliche Zugänglichkeit, robuste Details, Winterunterhalt
Schulen / Hochschulen
Gewünschte Nutzung:
Pausen und Lernen im Freien
Planungsschwerpunkt: Nutzungssicherheit, verständliche Wasserfunktion, Betreuung
Spitäler / Alterszentren
Gewünschte Nutzung:
Ruhe und Besuch
Planungsschwerpunkt:
Hindernisfreie Wege, anlagenspezifische Hygieneprüfung, angenehmer Sitzkontakt
03 · Raumkonzept
Drei Anwendungen.
Eine gestalterische Haltung.
Die Nutzungsbilder sind Ausgangspunkte für die Planung. Anzahl, Flügelstellung, Proportionen und Materialkombination werden für jeden Ort neu festgelegt.
PAUSE
Der beschattete Sitzplatz
Ein kompakter Ruhebereich mit Sitzbank und freier Zugangszunge. Geeignet als einzelner Impuls an einem Weg oder Innenhof.
DIALOG
Der gemeinsame Tisch
Mehrere Flügel bilden einen zusammenhängenden Raum für eine kleine Gruppe. Tisch und Sitzflächen liegen ausserhalb der geplanten Nebelzone.
FREIRAUM
Das Standortensemble
Individuell komponierte Skulpturen verbinden mehrere Aufenthaltszonen, Blickachsen und Wege in einem umfassenden Aussenraumkonzept.
Drei Schattenflügel, ein gemeinsamer Tisch und geschwungene Sitzkanten bilden einen zusammenhängenden Aufenthaltsraum. Die Nebelzone liegt an der bepflanzten Aussenseite; Tisch, Sitzplätze und Zugänge werden trocken geplant.
Schatten wird am realen Ort geplant
Ein Sonnen- und Schattenmodell prüft die relevanten Tageszeiten. Es berücksichtigt Gebäude, Vegetation und saisonale Sonnenstände. Ergänzende sonnige Plätze machen den Ort im Winter angenehmer nutzbar.
Trockene Nutzung wird überprüft
Nebel liegt an ausgewählten Aussenkanten. Düsenrichtung, Abstände und Windabschaltung werden so ausgelegt, dass Sitzbereiche und Wege in der vorgesehenen Betriebsweise trocken bleiben. Das wird im Pilotbetrieb kontrolliert.
04 · Ganzjähriger Betrieb
Sommer und Winter werden gemeinsam entworfen.
Das Jahreszeitenkonzept beginnt mit der Flügelstellung und endet beim Unterhalt.
Nebel, Licht und Aufenthalt erhalten eigenständige Betriebsregeln.
Die folgende Auswahl erklärt die vorgesehene Funktionsweise.
Sommer:
Frische dort, wo sie sinnvoll ist
Beschattung bildet die passive Grundlage. Wassernebel ergänzt sie nur bei geeigneter Witterung. Die Grenzwerte werden aus Düsenwahl, Luftfeuchtigkeit, Wind, Exposition und Nutzung abgeleitet und im Betrieb optimiert.
Bei begrenzter Wasserverfügbarkeit bleibt der Ort als beschatteter Sitzbereich nutzbar. Nebelimpulse lassen sich reduzieren oder aussetzen.
Winter:
Licht, Aufenthalt und sichere Wege
Die Nebelfunktion ruht. Frostgeschützte Technik und vollständig entleerbare Aussenleitungen verhindern vorgesehene wassergefüllte Froststellen. Licht setzt die Skulptur in Szene; sonnige Sitzbereiche ergänzen die überdachte Zone.
Schnee, Eis, Dachentwässerung, Rutschrisiken und Zugänge werden im Tragwerks- und Winterunterhaltskonzept behandelt. Nutzungssperren können bei Wetterereignissen erforderlich sein.
Bildbeschreibung:
Die Nahansicht des Konzeptmodells zeigt DIE LICHTUNG im menschlichen Massstab. Licht und Aufenthalt bleiben eigenständige Funktionen. Für die Winternutzung werden Wassertechnik, sichere Zugänge sowie Schnee- und Eisunterhalt gemeinsam geplant. Gefälle, entleerbare Düsen und Armaturen, kontrollierter Druckabbau, Restwasserprüfung und Wiederinbetriebnahme gehören zur Planung. Die konkrete Frostgrenze folgt der Anlagen- und Standortbeurteilung.
Technisches Prinzip: Winterbetrieb
Im Winter ist keine Nebelerzeugung vorgesehen. Frostprognose und Temperaturüberwachung sperren die Nebelfunktion rechtzeitig; Hochdruck wird kontrolliert abgebaut. Das Leitungsnetz muss tatsächlich vollständig entleerbar sein. Aufbereitung und Technik bleiben geschützt oder werden fachgerecht ausser Betrieb genommen. Beleuchtung und Aufenthaltsnutzung sind eigene Funktionen; sichere Wege und Dachflächen setzen einen festgelegten Winterunterhalt voraus. Vor erneutem Nebelbetrieb erfolgt eine dokumentierte Hygiene- und Funktionsfreigabe.
05 · Aufbau und Materialien
Die Technik folgt der Form.
Der Zugang bleibt erhalten.
Ein entworfener Dachkörper, eine geprüfte Tragstruktur und zugängliche Funktionsmodule bilden das System. Serviceöffnungen werden in die Gestaltung integriert. Ihre Erreichbarkeit wird vor der Detailfreigabe geprüft.
Der Schnitt untersucht das Zusammenspiel von Dachform, skulpturalem Stamm, Sitzkante und Landschaft. Tragwerk, Gründung und Anschlüsse werden für den jeweiligen Standort ausgearbeitet.
01 Tragstruktur
Stahl oder geeignete Metallkonstruktionen werden auf Eigengewicht, Wind, Schnee und standortbezogene Lasten bemessen. Knoten, Verankerung und Fundamente sind Fachplanungsleistungen.
02 Oberflächen
Gebürstetes Edelstahlfinish, heller Dachaufbau und Granit können die Materialidee tragen. Blendung, Aufheizung, Haltbarkeit und Reinigbarkeit werden geprüft.
03 Sitzkontakt
Holz oder geeignete, austauschbare Sitzauflagen schaffen den unmittelbaren Kontakt. Materialwahl und Details berücksichtigen Feuchte, Splitterfreiheit, Erwärmung und Unterhalt.
Bildbeschreibung & Funktionsprinzipien im Detail: Die Flügelstudie verbindet die räumliche Wirkung mit den Aufgaben an der Dachkante. Nebel, Licht und Dachentwässerung erhalten getrennte, zugängliche Details.
Schnitt: Tragwerk und Anschlusszone - Der sichtbare Sockel verkleidet die Anschlusszone; das tragende Fundament und die Verankerung werden separat bemessen. Wasser, Elektro und Dachentwässerung erhalten getrennte Leitungswege. Technik wird an einem zugänglichen, geeigneten frostgeschützten Ort angeordnet. Ein geschlossener Sitzsockel ersetzt keinen statischen Nachweis.
Flügel: Nebel, Licht und Dachwasser erfüllen verschiedene Aufgaben und werden konstruktiv getrennt. Die Nebel-Kassette bleibt für Reinigung und Austausch erreichbar. Gefälle, Entleerungsstellen und eine kontrollierte Dachentwässerung müssen in der Ausführungsplanung gemeinsam mit dem Tragwerk nachgewiesen werden. Das gezeigte Detail legt keine Blechdicken, Düsenabstände oder Modulbefestigungen fest.
Alle Zeichnungen erläutern Funktionsprinzipien. Sie enthalten keine freigegebenen Bauteildicken, Tragwerksquerschnitte, Anschlussdetails oder Fertigungsmasse.





